Past Symposia


14th DocNet Symposium

Erfolgreich Scheitern – sind wir bereit dazu?

„Scheitern ist keine Option“, sagt Elon Musk, Multi-Unternehmer und Visionär, der den Internetbezahldienst PayPal, den Autohersteller Tesla und den Weltraumreiseveranstalter SpaceX gegründet hat. Stigmatisiert und verbannt – Scheitern verkörpert das Gegenteil des Wohlfahrtsversprechens der modernen Gesellschaft. Die Tabuisierung von Scheitern verortet der renommierte amerikanische Soziologe Richard Sennett im unauflöslichen Widerspruch zwischen dem „Stereotyp des schrankenlosen persönlichen Erfolgs“ und der „erschreckenden Allgegenwart des persönlichen Versagens“. Dieser Widerspruch, geschildert von Sennett am Beispiel der amerikanischen Gesellschaft, fordert die Frage heraus, ob Scheitern eine Plage des Erfolgszwangs oder womöglich eine unabdingbare Erfahrung auf dem Weg zum Wohlstand darstellt.

Auf den Spuren des Scheiterns breitet sich die Gewissheit aus, dass das Phänomen omnipräsent ist – sowohl in Kultur, Politik, Forschung als auch Wirtschaft versagen Ideale, Konzepte und Innovationen. Scheitern ist ein wichtiger Teil unseres Lebens und unabdingbar für das Weiterkommen unserer Gesellschaft. So scheitern nicht nur Individuen in ihrem persönlichen Streben nach Erfolg und Wohlstand, sondern die Geschichte hat gezeigt, dass jedes politische, soziale und auch ökonomische Konzept irgendwann an Grenzen stösst. Die Frage ist also nicht, ob wir scheitern, sondern wann und wie wir damit umgehen.

Die dunkle Seite des allgemein vorherrschenden Erfolgsmodells wird langsam, aber stetig aufgebrochen. Die Perspektive von Thomas A. Edison –  „Ich bin nicht gescheitert – ich habe nur 10 000 Wege entdeckt, die nicht funktioniert haben.“ – hebt die konstruktive Seite des Phänomens hervor und lenkt den Blick auf neue Möglichkeiten als Konsequenz eines vermeintlichen Rückschlags. Denn Scheitern bedeutet auch Denkmuster aufbrechen, die Normalität in Frage stellen, das Wagnis, dass Unmögliche zum Alltag werden zu lassen – ohne die Angst, die lähmen kann, ohne die Zuversicht, die verblenden kann. Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht, welche Bedeutung die Erfahrung des Scheiterns für den Erfolg aufweist. Die persönliche und kollektive Erfahrung des Scheiterns ergibt sich als Gegenpol zum Begriff des Erfolgs; Erfolg wird gar erst möglich durch Erfahrung und kognitive Abgrenzung des Scheiterns. Ein besonders eindrückliches Beispiel in diesem Kontext ist die Erfindung des „Post-it®“ durch den amerikanischen Mischkonzern 3M Ende der 1960er Jahre. Die Entwicklung eines nur leicht haftenden Klebstoffs geht auf den Firmenchemiker Dr. Spencer Silver zurück und war zunächst ein Misserfolg, da es keine wirtschaftliche Verwendung für 3M gab. Durch Zufall entdeckte ein weiterer Angestellter von 3M die Nützlichkeit der Erfindung Jahre später. Art Fry war passionierter Chorsänger und hatte das ständige Problem, dass seine Lesezeichen während der Proben aus dem Gesangsbuch fielen. Da erinnerte er sich an die Erfindung des nur leicht haftenden Klebstoffs bei 3M und die Idee des „Post-it®“ war geboren, heute eines der grössten Aushängeschilder der Firma.

Vor diesem Hintergrund hat sich das DocNet Symposium in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, die verschiedenen Perspektiven zum Thema Scheitern und die heute gelebten Erfolgsmassstäbe zu beleuchten. Zudem sollen aus individueller und aus Unternehmensperspektive Erkenntnisse darüber gewonnen werden was schlussendlich eigentlich erfolgreich macht. Das DocNet Symposium sieht sich in der Tradition, sowohl jungen als auch erfahrenen Forschern/innen mit akademischen Ambitionen wie auch zukünftigen Entscheidungsträgern/innen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik eine Plattform zu geben, Aktualitäten unseres Zeitgeschehens zu diskutieren und vom Erfahrungsschatz ausgewählter Experten/innen zu profitieren. Im Rahmen von Vorträgen, interaktiven Workshops und Diskussionen sollen die Teilnehmer/innen für das diesjährige Thema „Erfolgreich Scheitern – sind wir bereit dazu?“ sensibilisiert werden, um zu erkennen, welches Lernpotenzial sich in ihren persönlichen Erfahrungen verbirgt und welche Auswirkungen dieses Potenzial auf Gesellschaft und Wirtschaft ausüben kann.

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13th DocNet Symposium

RISK – Walking a tightrope between chance and responsibility

DocNet, the club for doctoral students at HSG, annually organizes the DocNet Symposium – a one-day event where young scientists, students and practitioners have the opportunity to meet and discuss with experts a current topic which is of high relevance for society.

This year, the 13th DocNet Symposium focuses on the topic “Risk” and addresses the question how companies and societies can cope with the tightrope walk between chance and responsibility. “No risk is the highest risk of all” wrote Aaron Wildavsky in 1979. An observation which could be not of more relevance today in a society where risk is increasingly perceived as an “evil”. While it feels good to avoid risk and to live in a world of – potentially alleged – security, what does this mean for prosperity, technological development or entrepreneurship in our society? DocNet invites everyone who is interested in discussing those and other questions to join the 13th DocNet Symposium. The event will explore social, institutional, and personal requirements to take conducive risk under the general constraint of responsibility.

The symposium hosts keynote speeches by experts from science and business. They cover amongst others a philosophical introduction to risk and responsibility, first-hand experiences from dealing with regulation that targets risk mitigation for consumers or lessons learned from personal risk-taking by launching a venture in the field of pharmaceutical research. Above all, an extreme athlete will illustrate the risky tightrope walk between chance and responsibility – in the truest sense of the word. Workshops, a panel discussion as well as Q&A sessions ensure the right atmosphere for the exchange of ideas among participants and experts.

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12th DocNet Symposium

Business School 2030: Tailor-made responsible leaders or mass-produced corporate slaves?

The 12th DocNet Symposium 2014 organized by the doctoral association at the University of St.Gallen addresses one central question relevant for all scientific disciplines: How does the Business School of our future look like?

Living in rapidly changing and complex environments poses new challenges to management and universities alike. To date, practitioners and professors need to navigate employees and organizations through a difficult and complex social environment. Moreover, leadership as such relies more and more on social networks rather than on formal hierarchies. These developments need to be grasped and discussed by today’s leading universities: Which challenges are we facing? Which opportunities do we have? Hence, an adaption of the current status quo in business schools concerning their learning content and methods is inevitable.

Our 12th DocNet Symposium addresses this topic and sheds light on how doctoral students can contribute to the future positioning of the Business School 2030.

This year’s goal is to provide an adequate platform to all stakeholders for this sensitive topic. Thereby, a diversified and highly qualitative program fosters the discussion among students, researchers and experts from practice with manifold backgrounds.  Besides Q&As and interdisciplinary debates, interesting Key-Notes and Workshops reflect on aspects, tools and potentials of the Business School 2030. The 12th DocNet Symposium ends with a podium discussion to reflect the final thoughts.

Due to the presence of renowned, international key note speakers, the 2014 DocNet Symposium will be conducted in English language.

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